Der SEK empfiehlt „Glauben 12“ allen Kirchgemeinden der deutschen Schweiz
Empfehlung des SEK
Prof. Dr. Christoph Stückelberger, Leiter Institut für Theologie und Ethik des SEK
Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund, der 26 evangelische Mitgliedkirchen der ganzen Schweiz mit 2,4 Millionen Mitgliedern vertritt, begrüsst die Initiative der Ev.-ref. Landeskirche des Kantons Zürich zum Angebot „Glauben 12“!
Dieses „reformierte Einmaleins“, wie der Untertitel treffend sagt,
zeigt dass die reformierten Kirchen immer neu bereit sind, in neuer
Sprache und neuer Form die „basics“, die „fundamentals“ des Glaubens zu
formulieren und im Gespräch zu entwickeln und zu vertiefen. Immer
wieder haben auch andere Mitgliedkirchen des SEK, wie z.B. Waadt für
die französischsprachige Schweiz, entsprechende Angebote erarbeitet.
Ich habe hier drei solche Ansätze vor mir: Aus dem theologischen Verlag
Zürich von 1983 vom Zürcher Pfarrer Christian Keller „Christlicher
Glaube in Frage und Antwort. Der Heidelberger Katechismus neu
formuliert.“ Kurze Fragen und Antworten aktualisiert auf
reformatorischer Grundlage. Zudem aus Schaffhausen ein Katechismus von
1827 „wie er in den Kirchen und Schulen Reformierter Evangelischer
Religion getrieben wird“, „den Einfältigen zu Gutem, kürzlich und
verständlich erkläret, auch mit Zeugnissen heiliger Schrift bestätiget.“
Damit sind vier Kennzeichen auch von „Glauben 12“ genannt: einfach,
kurz, verständlich und biblisch verankert. In der heute so komplexen
Welt wird oft vergessen, dass grundlegende Wahrheiten gar nicht so
komplex sind. Das Komplexe einfach auszudrücken, ohne zu vereinfachen.
Zu den Fundamenten vorzustossen, ohne fundamentalistisch zu sein. Das
ist die hohe Kunst, die „Glauben 12“ gelungen ist.
Deshalb empfiehlt der Schweizerische Evangelische Kirchenbund
allen evangelischen Kirchgemeinden der Schweiz, dieses Angebot der
Zürcher Mitgliederkirche des SEK mit Freude und Energie aufzunehmen und
den Menschen als Hilfe zu Orientierung und Gemeinschaft anzubieten.